Hier kannst du alles erfahren und nachlesen, was in der Geschichte des Vereins wichtig und/oder interessant war.
Aus der "grauen Vorzeit" des ModellBauClub Goldstein. Im Frühjahr 1988 fanden sich eine Handvoll (wirklich, mehr waren es nicht) junger Leute zusammen, die gemeinsam mit ihren Modellautos fahren wollten. Damit das auch im Winter ging, wollten sie das hiesige Bürgerhaus nutzen. Das war und ist aber ohne großen finanziellen Aufwand nur für eingetragene Vereine möglich. Also wurden noch zwei Freunde gesucht, denn zur Gründung eines Vereins braucht man min. 7 Personen. So wurde am 7.6.1988 der ModellBauClub Goldstein gegründet.
In den ersten Jahren wuchs der Verein nur sehr langsam. Über lange Zeit
waren es nicht mehr als 12 - 15 Mitglieder. Man fuhr Off Road auf einer Wiese,
die sonst niemand nutzte und im Winter Pro 10 auf Teppich im Bürgerhaus.
Zweimal wurde dort eine Modell-Ausstellung veranstaltet. Erst im Jahre 1993
begann sich das zu ändern. Ein gewisser Volker Sattler kam in den Verein
Wichtig daran war, dass er aktiv an Rennen (Tamiya-Cup, DM) teilnahm. Dadurch
erhielten die Mitglieder viele Informationen über Technik und erste Kontakte
zu anderen Vereinen. Schließlich schaffte Volker es, dass der Verein im Juni
1996 sein erstes Rennen (Tamiya-Cup) veranstaltete.
Weitere Rennen folgten. Das Echo in der Presse blieb nicht ohne Folgen für
die Mitgliederzahl und so hat unser Verein heute ca. 40 Mitglieder. Von den
Gründungsmitgliedern ist allerdings niemand mehr da. Der Letzte wechselte
1994 zu einem Flugmodellverein. Das "älteste" Mitglied ist momentan der
Vorsitzende Erwin Kruse, der am 17.9.1988 eingetreten ist.
Bericht vom 1. Rennen, dass der MBCG veranstaltet hat.
9. Qualifikationslauf zum Tamiya Euro-Cup der Gruppe Mitte in Frankfurt am 29.
/ 30.6. 1996
Die Vorläufe beginnen und müssen immer wieder wegen sintflutartiger
Regengüsse verschoben werden. Der Regen setzt allen zu: Fahrer werden nervös
und gereizt, Servos und Empfänger stellen trotz Luftballon-Kapselung die
Mitarbeit ein und der riesige Schirm, der die Fahrer etwas schützen soll,
hebt ab und landet krachend mitten auf der Rennstrecke. Wenn dann noch im Finale
ein TCC-Fahrer die falsche Startnummer auf dem Auto hat und deshalb das führende
Fahrzeug (mit derselben, richtigen Nummer) versehentlich zu einer Zeitstrafe
anhält, dann bleibt Ärger nicht aus. Auch die Tatsache, dass
zwei Fahrer vom MBC Goldstein einen Vorlauf gestrichen bekommen, weil sie Super-Slicks
auf ihren FWD haben, hebt nicht gerade die Stimmung, zumal die Reglement-Listen
von Tamiya hier verschiedene Deutungen zulassen. So kommt es, dass von
den 20 gemeldeten TCC-Fahrern nicht mehr alle zu den Finals antreten.
Die FWD-Fahrer hingegen sind heute für Überraschungen gut. Sie fahren
ebenso viele Runden wie die weitaus besser motorisierten TCC, was vielleicht
an dem eng gesteckten Infield unseres Kurses liegt. Verblüffend für
viele Fahrer ist auch die Tatsache, dass ein FWD trotz völlig nasser
Strecke mit ganz normalen Baukasten-Slicks den anderen davon fährt. Gegen
Abend kommt dann doch noch die Sonne durch und trocknet alles ein wenig ab und
so lassen sich auch die Rundenzahlen noch steigern. Bei den TCC gewinnt schließlich
Michael Klein vom AMC Ingelheim, die FWD-Klasse gewinnt Christian Collet vom
MSC Ruchheim und bester Jugendlicher wird hier Sven Reiner vom MRC Rheinland,
der bei den FWD den dritten Gesamtrang belegt. Bester "Einheimischer" vom MBC
Goldstein wird Erwin Kruse (2.Platz FWD), der seinen "Regenslick-Vorteil"
nicht genug ausbauen kann. Einige heftige Verbremser am Ende der Geraden kosten
ihn den Sieg.
Dies ist ein Rennbericht über das Langstreckenrennen des
AMC Lahntal an dem unser Verein,
>seit bestehen der Rennserie teilnimmt.
Dieser
Bericht wurde von unserem Mitglied Erwin Kruse verfasst und
in der AMT 2/98 veröffentlicht.
Am
10. August '97 fand in Hessen wieder einmal ein Rennen statt, das seit Jahren
leider viel zu wenig Beachtung findet. Der AMC Lahntal lud zum "Lahntal 500"
für 1:10 Elektrofahrzeuge ein, auf der schön gelegenen Strecke zwischen
Gießen und Wetzlar. Das sind 500 Runden mal 244 Meter, insgesamt also
eine Renndistanz von 122 Kilometern (!!!), zu fahren ohne Pause.
Wer diese Distanz ohne Pannen durchhalten will, braucht drei Dinge:
Wer noch Fragen dazu hat, kann sich gerne an den MBC Goldstein oder den AMC Lahntal wenden.
Hier sehen Sie einige Bilder unserer Modellbauausstellung die zu unserem 10. jährigen Jubiläum vom 10.10.-11.10.1998 stattfand.


Der Gedanke an ein 24-h-Rennen ist schon lange durch die Köpfe
von vielen Mitgliedern gegeistert. Als wir erfahren haben, dass am 29./30. 7.2000
in Andernach ein solches Rennen stattfinden soll, haben wir in kürzester
Zeit 2 Teams mit je 6 Fahrern gefunden.
Team 53:
Matthias Diefenbach, Pascal Hebeler, Norbert Hensel, Daniel Koch, Erwin Kruse,
Stefan Kruse.
Team 51:
Denis Dirschauer, Oliver Hoog, Andreas Kruse, Martin Kruse, Andreas Potzel,
Ronald Völker
Nachdem bekannt war, dass einheitlich mit Beetle-Karossen gefahren wird, war die Frage der Lackierung schnell geklärt: Es mussten echte Herbies werden. Damit wir sie unterscheiden konnten, bekam einer die echte Nummer (53) und einer die 51. Es war nicht ganz einfach, den grau-beigen Farbton des Herbie zu mischen, aber nach einigen Versuchen gelang es den Lackierern Matthias Diefenbach und Erwin Kruse den Originalfarbton zu treffen. Wer das Ergebnis in VOX-Video gesehen hat, wird uns Recht geben.
Beim Bau der Autos nach dem Startschuss war unser Team mit den "Senioren" Norbert
Hensel, Matthias Diefenbach und Erwin Kruse das Schnellere. Schließlich
hatten sie ja auch zuhause das Ganze vorher trainiert.
Als drittes Auto überhaupt war Herbie 53 auf der Strecke und Erwin fuhr
im Wolkenbruch seine ersten drei Turns. Team 51 war auch nicht gerade langsam
beim Bau, aber beim Start wollte das Auto nicht losfahren: Jemand hatte vergessen
den Regler einzuschalten, bevor er in der Box wasserdicht verpackt wurde! Da
kam Freude auf!
Später wendete sich das Blatt. Team 53 hatte zwei abgesoffene Keil-Servos,
was viel Zeit kostete. Schließlich kamen noch zwei Getriebereparaturen
dazu, die fast eine Stunde dauerten.
Team 51 trumpfte vor allem in der Nacht auf. Ronald Völker und Martin Kruse
fuhren mehrere Stunden lang und holten Runde um Runde auf.
Am Vormittag lagen beide Teams in der vorderen Hälfte des Feldes, aber
nun schlug wieder das Pech zu. Team 53 wurde breitseits abgeschossen, wobei
ein Transistor aus dem Regler flog, Team 51 hatte eine ähnliche Panne.
Schließlich landete der 51er Herbie auf Platz 8 und der 53er auf Platz
13. Eigentlich eine gute Bilanz, wenn man eigentlich nur Spaß haben wollte.
Zu bemerken ist noch, dass unsere Autos für Action mit dem VOX-Kamera-Auto
sorgten. Andreas Potzel unterschätzte den langen Bremsweg des von Bernd
Haas gefahrenen Gerätes und fuhr ihm einmal so heftig in die Seite, dass
es eine Rolle seitwärts machte. Die ist übrigens auf dem Video zu
sehen. Später passierte Matthias am Ende der langen Geraden dasselbe und
er schickte das Kamera-Auto in die Wand.
Das nächste 24-h-Rennen wird schon geplant und Goldstein überlegt,
mit 3 Teams zu fahren, davon eines mit dem Ziel des Sieges! Mal sehn!
Nach dem die 24h von Andernach ein voller Erfolg waren, stand schnell fest, das es in 2001 wieder ein 24h Rennen geben sollte. Da das Motodrom in Andernach seine Toren Anfang 2001 mit einem "Final Race" ja leider geschlossen hatte, wurde nach einer anderen Strecke gesucht. Die Organisatoren fanden dann schließlich mit dem Megadrom Geilenkirchen eine geeignete Anlage, die eine Halle als Fahrelager und eine große Außenstrecke mit Platz für 20 Beetle hatte.
Aus der Überlegung erst mit drei Teams zu starten wurde dann doch nichts, so dass der MBCG wieder mit zwei Teams am Start war. Aus der Überlegung ein Team mit den besten Fahrern unseres Vereins auszustatten, damit die um den Sieg fahren würden, war nichts geworden, aber es hatte sich ein Junioren und ein Senioren Team gebildet. Im Junioren Team waren aber einige gute und sehr gute Fahrer unseres Vereins, so dass sich da schon die Hoffnung zeigte vorne mitfahren zu können. Aber es sollte alles anders kommen.
Gut eine Stunde vor dem Start war klar, es würde wieder ein Regenrennen geben. Wie in Andernach auch fing es kurz vor dem Start an zu regnen. Also wurden die Autos auf Wasserdicht gebaut. Beim Bau war das Senioren Team (genannt Juniorkiller) klar schneller als das Junioren Team (genannt Senior Killer), woran das bloß lag??? Vielleicht an fehlender Vorbereitung bei den Juniren??? So kam das Junior Killer Team (also die Senioren) wieder als eines der ersten Teams auf die Bahn und begann frei von Defekten eine Runde nach der anderen abzuspulen. Zwischenzeitlich befanden sie sich sogar auf dem zweiten Platz, wobei sie diesen allerdings nicht bis zum Schluss verteidigen konnten, da ein paar Teams auf der Strecke doch deutlich schneller waren, so daß sie am Ende auf dem 4. Platz durchs Ziel fuhren.
Weniger glücklich verlief das Rennen für die Senior Killer (Junioren Team) welches nachdem sie ohnehin recht spät auf die Bahn kamen, die ersten Stunden immer wieder mit massiven Störungen zu kämpfen hatte und auch einige Pausen einlegten und der Ursache auf den Grund zu kommen. Nachdem dann die Elektronik komplett getauscht war, und ein "Käbelchen" an der Antenne des Senders hing, konnte es endlich losgehen und man startete eine Furiose Aufholjagd. Es gelang den Jungs dann noch durch permanent schnelle Runden sich von Platz 14 auf den 6 Platz vorzufahren, wobei man teilweise mit dem Auto des IGR Racing Teams (fuhr sich von weit hinten bis auf Platz zwei vor) die schnellsten Runden im gesamten Feld fuhr.
Interessant ist auch die Frage nach den 24h 2002, da es den New Beetle von Tamiya ja nicht mehr gibt und man sich wohl oder übel ein neues Konzept überlegen muß. Aber die Planungen laufen bereist wieder und ich bin mir da ziemlich sicher, das es so etwas wieder geben wird. Denn es ist einfach ein Highlight im Rennkalender.
Wir können's nicht lassen. Kaum findet wieder ein 24-h-Rennen statt, schon ist ein Team von unserem Verein dabei. So wie eigentlich jedes Jahr.
Diesmal wollen wir ganz vorne dabei sein. Wir - das sind Ralf Berlauer, Matthias Diefenbach, Olli Hoog, Jürgen Kimpel,
Daniel Koch, Erwin Kruse und unser "Star" Ronald Völker.
Außer Ralf alles erfahrene Renn-Haudegen.
Ein Platz unter den ersten 10 muss sein und wenn wir unter die ersten 5 kämen,
wäre das schon super.
Insgesamt 19 Teams starten mit identischen Tamiya TT 01 Chassis. Allerdings gibt es diesmal 10 verschiedene Karosserien zur
Auswahl, die je 2x vergeben werden. Alle Autos müssen eine Lackierung tragen, die ein echtes 24-h-Rennauto am Nürburgring
auch hatte. Wir entscheiden uns für einen alten BMW M3 E30 in einem ziemlichen grell-rosa Design der Firma Soda-Club, die
uns auch mit Aufklebern und Kappen versorgt.
Am Samstag früh bekommen wir das "vormontierte" Auto, das Matthias und Olli erst einmal komplett zerlegen, um es leichtgängig zu machen. Dann wird die vorgefertigte wasserdichte Elektronikbox eingesetzt und bald rollt die erste Testfahrt. Das Auto übersteuert fürchterlich. Nach kurzen Verhandlungen mit der Rennleitung dürfen wir statt des Originalteils einen großen Heckflügel montieren, der das Fahrverhalten drastisch beruhigt.
Nach dem Start führt Ronald gleich rundenlang das gesamt Feld an. Daran ändert sich zunächst auch nichts Wesentliches.
Bis in die Nacht hinein liegen wir immer auf den vorderen Plätzen. Gegen 2 Uhr in der Nacht beginnt es zu regnen und bald
sind nur noch 2 Fahrzeuge auf der Strecke. Eines davon ist unseres! Alle anderen haben mehr oder weniger mit nasser Elektronik zu kämpfen.
Bei einem Akkuwechsel nimmt dann das Unheil seinen Lauf. Der "verpolungssichere" Stecker löst sich und wird in der Eile
falsch herum wieder montiert.
Das nimmt der Regler übel und verabschiedet sich mit lautem Knall und Gestank. Schnell
wird die Elektronikbox gegen die Reservebox getauscht. Beim Anstecken des nächsten Akkus raucht es schon wieder: der
Reglerstecker war verpolt angeschlossen!
Nun beginnen Stunden des Improvisierens. Weil eilige Zusammengebastelte Elektronikboxen nicht dicht sind, verabschieden sich immer wieder Empfänger oder Regler wegen der Nässe. Diese Basteleien kosten uns zusammen fast zwei Stunden Fahrzeit und werfen uns bis auf den 9. Platz zurück. Erst am späten Sonntagmorgen hört es auf zu regnen und die Strecke trocknet ab. Nach und nach können wir uns wieder auf den 5. Platz vorfahren. Das Auto zeigt jetzt auch Spuren der langen Quälerei: Die vorderen Dämpfer sitzen fest und lassen unseren BMW fast auf dem Chassis über die Strecke hoppeln. Aber die anderen Teams haben dasselbe Problem und einige haben schon komplett aufgegeben.
Eine knappe Stunde vor Schluss wird es noch mal spannend, als unser hinteres Kegelrad den Geist aufgibt. Ein Pin hat den
Mitnehmer komplett weggefräst. Das Getriebe muss völlig zerlegt werden und wir haben nur noch 35 Runden Vorsprung vor unseren
Verfolgern vom 6. Platz. Die stehen erwartungsvoll um unseren Schrauberplatz herum.
Aber sie haben nicht mit Olli und Matthias gerechnet.
Die beiden reparieren das Auto in Rekordzeit, anschließend bekommt Ronald ein paar Superakkus und so
können wir unseren geschmolzenen Vorsprung sogar noch wieder etwas ausbauen.
Am Ende können wir sagen: Ziel erreicht, der 5. Platz ist ein Erfolg. Ohne die blöde Elektronikpanne wäre aber ein sicherer
3. oder vielleicht sogar 2. drin gewesen. Das nehmen wir uns beim nächsten Mal vor!
MBC Goldstein e.V. - www.mbcgoldstein.de -